25.05.2013
Veranstaltungsvorschau
Lernort Selbsthilfe – Qualifizierung in Selbsthilfeorganisationen (Teil 2)
Bitte merken Sie sich den Termin vor:
Freitag, 25.10.2013 14 Uhr und Samstag, 26.10.2013 bis 16 Uhr im Erbacher Hof, Mainz
Regionaltreffen am 01.12.2012 in der Rhein-Mosel-Akademie Andernach
"Burnout" - Erschöpfung und Leere bei Angehörigen
Referent: Dr. Stefan Elsner, Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach
Auch beim 2. Regionaltreffen im Jahr 2012 stand das Thema Burnout bei Angehörigen im Mittelpunkt. Siehe auch Bericht vom 1. Regionaltreffen 2012 in Ludwigshafen.
Download:
Referat Dr. Stefan Elsner
2. Fachtagung Forensik am 07.07.2012 in Mainz, Erbacher Hof
Das Verhältnis von allgemeiner und forensischer Psychiatrie -
Warum die Forensik (Maßregelvollzug) uns alle angeht
Wird ein psychisch krankes Familienmitglied straffällig, stehen die Angehörigen überraschend und unvorbereitet vor völlig neuen Fragen und Problemen, so u. a.:
- Was bedeutet die Einweisung in die Forensik (Maßregelvollzug)?
- Wie gehen wir mit Situationen in der Familie und im sozialen Umfeld um (Kinder, Bekannte…)?
Hier werden die Angehörigen oft alleine gelassen. Ihnen fehlen Ansprechpartner, Informationen und Unterstützung. Forensik-Patienten und deren Angehörige haben keine Lobby. Vielmehr werden in der Gesellschaft durch negative und einseitige Berichterstattung über schlimme Einzelfälle Vorurteile und Ängste geschürt. Nur wenn Angehörige und Bezugspersonen gut über mögliche Behandlungs- und Therapieangebote informiert sind, werden sie mit dem schwer zu tragendem Schicksalsschlag besser umgehen können.
Die Fachtagung wurde unterstützt vom Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demographie in Rheinland-Pfalz.
Downloads:
Referat Dr. Gerwald Meesmann, RA, Konstanz
Referat Dr. Wolfram Schumacher-Wandersleb, Forensische Klinik Nettegut
Referat Werner Stuckmann, Forensische Klinik Nettegut
Regionaltreffen am 21.04.2012 im Krankenhaus Zum Guten Hirten in Ludwigshafen
"Burnout" - Erschöpfung und Leere bei Angehörigen
Referent: Dr. Jörg Breitmaier, Ludwigshafen
"Burnout" ist ein Sammelbegriff und steht für einen emotionalen, geistigen und körperlichen Erschöpfungszustand, der durch Antriebs- und Leistungsschwäche gekennzeichnet ist. Die seelische Gefühlswelt ist aus dem Gleichgewicht geraten. Das komplizierte Zusammenspiel verschiedener Faktoren und Prozesse, das für eine innere und äußere Balance und Ausgeglichenheit sorgt, funktioniert nicht mehr.
Besonders sind Bezugspersonen von psychisch Kranken über längere Zeit einem Dauerstress mit Phasen vermehrter Aktivitäten und Anstrengungen, ausgesetzt. Deshalb ist es besonders für uns Angehörige wichtig, wie man sein seelisches Gleichgewicht schützt und achtsam mit sich selbst umgeht.
Mit dieser Veranstaltung will der Landesverband der Angehörigen psychisch Kranker in Rheinland-Pfalz auf die Belastungsgrenzen, der Angehörige ausgesetzt sind, aufmerksam machen.
Download:
Referat Dr. Jörg Breitmaier
Regionaltreffen am 24.08.2011 in der Rhein-Mosel-Akademie in Andernach
"Vermüllungssyndrom" - Ursachen und Hilfemöglichkeiten
Referent: Wedigo von Wedel, München
Betroffene, Angehörige, Vermieter, Behörden, Sozialpsychiatrie und die Fachkräfte der sozialen Arbeit stehen zumeist hilflos vor den Problemen, die infolge der Vermüllung zutage treten. Drohender Wohnungsverlust und ein mangelhaftes Angebot an therapeutischen Hilfen lassen die Probleme oft unlösbar erscheinen. Bei derart komplexen, sich widerstrebenden Interessenlagen in einer akuten elementaren Krisensituation sind Kenntnisse über Ursachen, Erscheinungsformen, methodische Ansatzpunkte und sozialhilferechtliche Ressourcen für fachliches Arbeiten unentbehrlich.
Der Landesverband der Angehörigen psychisch Kranker in Rheinland-Pfalz möchte mit seiner Veranstaltung auf die immer wieder auftretende Problematik der Vermüllung hinweisen und versuchen, sowohl die Ursachen heraus zu arbeiten, als auch die Hilfemöglichkeiten aufzuzeigen.
Download:
Referat Wedigo von Wedel, Geschäftsführer H-Team e. V. München
Regionaltreffen am 16.04.2011 im Erbacher Hof in Mainz
"Angst und Panikstörungen verstehen und bewältigen"
Referent: Dr. Claudius Scherb, Oppenheim
Angst im normalen Maß ist hilfreich. Mit diesem Gefühl kann man schneller und effektiver auf gefährliche Situationen reagieren. Wenn Angst jedoch solche Ausmaße annimmt, dass sie jedes Denken, Handeln und angemessenes Fühlen blockiert, handelt es sich um eine krankhafte Störung, die auch mit Panikattacken verbunden sein kann. Dauert ein Angstzustand über längere Zeit an, kann die Angst zerstörerisch wirken und dem Betroffenen jede Lebensfreude nehmen. In Deutschland leiden etwa 2,3 Millionen Menschen an krankhafter Angst.
Der Landesverband der Angehörigen psychisch Kranker in Rheinland-Pfalz möchte auf eine ernstzunehmende Erkrankung aufmerksam machen und mehr Verständnis bei die Betroffenen und Angehörigen wecken.
Download:
Referat Dr. Claudius Scherb
Regionaltreffen am 17.10.2009 in der Rheinhessenfachklinik Alzey
„Chronisch psychisch krank – Chronisch schlecht versorgt?“
Was hat die Psychiatriereform für chronisch Kranke gebracht?
Mit In-Kraft-Treten des Landesgesetzes für psychisch kranke Personen im Jahr 1996 hat sich die Versorgungsstruktur grundlegend gewandelt – große psychiatrische Einrichtungen wurden schrittweise verkleinert und zahlreiche differenzierte Hilfsangebote geschaffen.
Dennoch scheint es eine Personengruppe zu geben, denen die Gemeindepsychiatrie nicht adäquat begegnen kann: Drehtürpatienten, sog. Systemsprenger und Menschen mit krankheitsbedingtem „Herausforderndem Verhalten“ geraten leicht in Obdachlosigkeit und Verwahrlosung, weil es oft in der eigenen Gemeinde für sie keine angemessenen Hilfsangebote gibt.
Mit Veranstaltungen wie dieser wollen Angehörige von psychisch kranken Menschen mit den Verantwortlichen ins Gespräch kommen, um auf Missstände aufmerksam zu machen und Lösungen zu finden.
Prof. Dr. Hartmut Berger, Riedstadt, bestätigt in seinem Einführungsreferat, dass es trotz einer deutlichen Ausweitung der Angebote für diese relativ kleine Gruppe von Menschen mit chronischen, meist schweren Erkrankungen eine Versorgungslücke gibt und diese Menschen mit dem eigentlich begrüßenswerten Haltungswechsel (hin zu mehr Selbstverantwortung) schlicht überfordert seien. Für sie gelte es, so Prof. Dr. Bergers Appell an alle Beteiligten, die Behandlungsqualität und die Möglichkeiten zur Teilhabe zu verbessern.
Von ihren ganz persönlichen Erfahrungen und ihrem langwierigen und aufreibenden Kampf um eine angemessene Versorgung ihrer schwerkranken Familienmitglieder berichteten anschließend Mitglieder des Landesverbandes der Angehörigen psychisch Kranker - und von den (Teil-) Erfolgen, die anderen Familien Mut machen können, in ihrem Ringen nicht nachzulassen.
Die größten Probleme, denen sich Familien mit chronisch kranken Mitgliedern gegenübersehen, wurden danach in einer Podiumsdiskussion an die Vertreterinnen und Vertreter von Politik und Institutionen herangetragen. Die lebhafte Diskussion stand unter der fachkundigen und engagierten Leitung von Frau Dr. Daniela Engelhardt vom Südwestrundfunk.
Für mehr Informationen können Sie das Referat von Prof. Berger sowie das ausführliche Protokoll der Veranstaltung herunterladen.
Wenn Sie ähnliche Erfahrungen gemacht haben und mit uns in Kontakt kommen möchten klicken Sie bitte hier.

